Die Walküre – Oper von Richard Wagner begeistert München

13. Juli 2026

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Tomás Saraceno in collaboration. Verwobene Welten im Haus der Kunst

Tomás Saraceno in collaboration - Verwobene Welten 
Ausstellungsansicht - Foto: Joachim Skambraks

Die neue Ausstellung „Verwobene Welten“ von Tomás Saraceno überrascht mit einer besonderen Art von Vielseitigkeit. Der international renommierte, multidisziplinäre Künstler Tomás Saraceno verbindet in seinem Schaffen Kunst, Architektur und Wissenschaft. Die Ausstellung „Verwobene Welten“ zeichnet eine einzigartige Reise durch Tomás Saracenos Wirken.

Auf der einen Seite präsentiert sie El Santuario del Agua (The Sanctuary of Water), ein permanentes Land-Art-Werk im Norden Argentiniens. Es ist Teil einer Kampagne zum Schutz der angestammten Territorien. Hier arbeitet der Künstler eng mit den Indigenen Gemeinschaften von Red Atacama aus Las Salinas Grandes zusammen.

Tomás Saraceno in collaboration – Verwobene Welten 
Ausstellungsansicht – Durch Präsentation und Beleuchtung werden Spinnweben zu Kunst – Foto: Joachim Skambraks

Auf der anderen Seite entführen spektakuläre Environments und Skulpturen den Besucher in neue Welten. Im Zentrum stehen Luft, Wasser, Erde und Spinnen. Zusammenarbeit oder gemeinsames Schaffen im Netzwerk ist ein wesentliches Thema und zeigt sich nicht nur in unheimlich schönen Skulpturen aus echten Spinnweben in einem dunklen Raum und wirkungsvoll beleuchtet. Hier werden Spinnweben aus der Welt des Gruseligen herausgenommen und bekommen eine großartige und neue Ästhetik.

Höhepunkt der Ausstellung ist ein zentraler Saal, dessen Boden fast komplett mit Wasser gefüllt ist. Als Multimedia-Inszenierung ergeben Projektionen und sphärische Klänge eine außergewöhnliche Wirkung im Zusammenspiel mit den großen reflektierenden Kugeln und dem schwarzen Hintergrund. Hier zeigt sich eine andere Art einer verwobenen Welt durch das Netzwerk und Zusammenspiel von sinnlichen und optischen Eindrücken.

Tomás Saraceno in collaboration – Verwobene Welten 
Ausstellungsansicht – Dieser Bereich lädt zur Interaktion ein – Foto: Joachim Skambraks

Zur Interaktion lädt ein weiterer Raum in der erlebnisreichen Ausstellung ein. Kugeln aus Seilen sind wie in Spinnweben miteinander und mit Wänden und Boden verbunden. Hier werden die Besucher eingeladen in das Kunstwerk zu treten und in Interaktion zu gehen. Zieht man an den Seilen, so sind Klangwelten zu hören, die sich, wie bei einem Saiteninstrument, an der Intensität des Zupfens orientieren.

Tomás Saraceno in collaboration – Verwobene Welten 
Ausstellungsansicht – in der Skulptur befinden sich Insektenhäuser – Foto: Joachim Skambraks

Im Künstlergespräch spricht Saraceno sehr lebhaft und begeisternd vom Verhältnis des Menschen zu Spinnen. Es ist doch meistens von einer Art Angst geprägt. Viele Menschen haben eine regelrechte Phobie vor diesen „Killermaschinen“. Dabei sind Spinnen ein Teil des Netz des Lebens. Es gibt auch Kulturen, in denen Spinnen als Orakel geehrt werden. So biete die Ausstellung einen neuen Weg, auf Spinnen zu sehen. Spinnen sind grundsätzlich keine Gefahr für die Menschheit. Vor Umweltverschmutzung oder Klimawandel haben wir keine Angst, aber vor Spinnen. Wie kann man diese Angst heilen und zur Spinnen-Liebe kommen? Separation und Aussperrung sind keine Wege, eine Phobie zu heilen. Wir sollen immer näher an das Tier herankommen.

Ein inspirierender Satz soll diesen Artikel beschließen: „When you stop playing you stop learning.“ Wenn du aufhörst zu spielen, hörst du auf zu lernen.

Die Ausstellung „Verwobene Welten“ ist noch bis zum 7. Februar 2027 im Haus der Kunst zu erleben.

Fotos: Joachim Skambraks
Text: Joachim Skambraks – Chefredakteur Bayern

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